ein wort über tragwerksplaner


uns tragwerksplaner nennt der volksmund vereinfachend gerne statiker. wir sind natürlich schon dankbar,

nicht für statistiker gehalten zu werden. und doch… es muss einmal gesagt werden: statiker sind wir nicht.


jahrhunderte lang wurden baumeister mit der planung und durchführung anspruchsvoller bauvorhaben betraut.

sie waren gelernte steinmetze oder maurer, genau genommen aber architekten und tragwerksplaner in einer person,

die kathedralen und schlösser erbauten. die materie wurde komplexer, die bereiche schließlich getrennt:

architektur hier, bauingenieurwesen dort. jeder vertiefte seine kenntnisse und kann doch nicht ohne den anderen.

die beiden hälften wieder zusammenzubringen bleibt eine aufgabe, die freude macht (oft jedenfalls).

nicht nur die freude am fertigen bauwerk. schon viel früher: die freude, wenn nach stunden der synergie

von architekt und tragwerksplaner eine vision im raum schwebt, die ebenso neu wie fundiert ist,

ebenso klug wie verblüffend, ebenso schön wie tragfähig.


das tragwerk bildet das skelett eines hauses: eine menge knochen, wirbel und gelenke, die den lebenden körper

sicher tragen und aufrecht halten. ein tragwerk zu planen ist denkarbeit. sie hat mit vorstellungskraft zu tun,

mit wissen und intuition und mut und verantwortungsgefühl. und mit dem gespür dafür, was der architekt,

was der bauherr wirklich braucht. am ende wird die planung in zahlen ausgedrückt: der statische nachweis entsteht,

die sogenannte statik. den tragwerksplaner deshalb aber als statiker zu bezeichnen… nichts für ungut:

das ist ein bisschen so, als betitle man den baumeister früherer zeiten als handwerker…


hansludwig haushofer


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